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Sicherheit in Werlte: SPD sieht Politik gefordert
Die Werlter SPD zeigt Verständnis für Überlegungen des Einzelhandels, angesichts vermehrter Straftaten einen privaten Sicherheitsdienst zu installieren.

Kritik richtet sich gegen das Land Niedersachsen, das die Sicherheit der Bürger im ländlichen Raum offensichtlich nicht gewährleisten könne.

Was die Kriminalität in Werlte betrifft, müsste nach Meinung der SPD - Fraktion die Zeit des Beschwichtigens und Hinwegsehens vorbei sein. So sei es unakzeptabel, vom 'angekratzten subjektivem Sicherheitsempfinden' zu reden (s. EZ - Bericht vom 17.02.):

Es gibt keine 'gefühlte' Kriminalität in Werlte! Tötungsdelikte, Wohnungseinbrüche am helllichten Tag, Diebstähle und Vandalismus sind unleugbare Tatsachen.

Hier ist nun die Politik gefordert, damit die Bürger nicht die Aufgaben des Staates übernehmen müssen.

Dazu gehört zuallererst eine realistische Analyse: Man muss zur Kenntnis nehmen, dass sich die Bevölkerungsstruktur in Werlte seit mehr als 10 Jahren dramatisch verändert hat und einhergeht mit den veränderten Straftaten.

Also muss eine Konsequenz lauten: Vermehrte Polizeipräsenz in den Abend- und Nachtstunden. Hier ist der niedersächsische Innenminister gefordert, für personelle Verstärkung in den Brennpunkten des ländlichen Raumes zu sorgen.

Solch ein Brennpunkt ist Werlte zweifelsfrei und man muss aufpassen, dass die Sicherheitslage nicht zu einem Investitions- und Konsumhemmnis wird.

Die Gemeinde selbst kann sich nicht allein damit begnügen, den Marktplatz auszuleuchten und per Kamera zu überwachen. Das Thema Präventionsrat - andere Gemeinden sind da schon weiter - gehört dringend auf die Tagesordnung.

In diesem Zusammenhang muss auch überprüft werden, ob und wie das Haus der Begegnung seine ihm zugedachte integrative und präventive Funktion erfüllt bzw. verbessern kann.

01.03.05
 
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