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01.11.2007: Neues aus dem Rathaus

An die
Samtgemeinde Sögel
Herrn Samtgemeindebürgermeister Wigbers

Werlte , den 22.09.07

Sehr geehrter Herr Wigbers,
lieber Günther,

ich nehme Bezug auf den Presseartikel der EZ vom 22.09. zum Thema „Ilek-Konzept“ , und zwar auf deine kritischen Äußerungen zur Haltung der Werlter SPD-Fraktion. Deine Stellungnahme hat uns überrascht, ich will aber gleich hinzufügen, dass sie von den Fraktionmitgliedern mit Unverständnis aufgenommen wurde. Dazu nun unsererseits 3 Anmerkungen:

  1. Es gehört zu den ungeschriebenen Regeln des guten nachbarschaftlichen Umgangs , dass man sich nicht in Angelegenheiten der Nachbarkommune einmischt. Zwar betrifft die Entscheidung den gesamten Hümmling, aber jede Kommune hat ihre Entscheidung, wofür sie ihr Geld ausgeben will, souverän und autark zu treffen.

  2. Wir haben unsere Gründe, warum wir lieber das Theikenmeer (übrigens hervorragend ausgearbeitet von der NABU-Gruppe aus Sögel und Werlte) nach vorne geschoben hätten. Ursprünglich war das ja auch die Absicht von W. Gerdes, dann aber kamen die Sorgen um den Lernstandort Vrees hinzu, vorgebracht von H. Kleene. Das alles aber bewerten wir aus unserer Werlter Sicht, ebenso das Thema „Pilgerweg“; ein Vertreter der Nachbarkommune sollte sich da nicht übernehmen und den Oberzensor spielen wollen.

  3. Woher kommt die emsländische/christdemokratische Vorliebe für einstimmige Beschlüsse?
    Bei einigen politischen Themen gibt es kontroverse Meinungen - und da ist es natürlich, wenn dieser Widerspruch sich auch in den Parlamenten artikuliert, dann findet sich auch der Wähler repräsentiert - nur in Diktaturen sieht man das anders. In diese Ecke aber will ich dich ausdrücklich nicht stellen.

Zum Schluss möchte ich mich noch einmal für den gelungenen Abend bei euch auf dem Jägerhof bedanken (Treffen der Räte aus Sögel und Werlte) und natürlich für die angenehmen Gespräche. So soll es auch in Zukunft bleiben, diese Erwiderung aber auf deine  öffentliche Äußerung ist unverzichtbar, damit es bei dem  freundschaftlichen Nebeneinander und Miteinander auf dem Hümmling bleibt.

In diesem Sinne grüße ich herzlich

Heinz Schwarte
(Vors. der SPD-Fraktion Werlte)

 
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