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22.01.2012: Rathaussplitter - Januar 2012
Neues aus der Politik für Werlte und unsere Samtgemeinde
  
 
Alles Mais oder alles Bio? Mais oder Bio

Das kennen Sie sicher auch: Sie machen im Spätsommer eine Radtour rund um Werlte, sehen aber vor lauter Mais nichts mehr, weil die Radwege oft aussehen wie Schneisen, die man durch einen Maiswald geschlagen hat.

Warum ist das so? Mais wird zwar auch vermehrt als Futtermittel eingesetzt, aber besonders als „Input“ für die Biogasanlagen. Ist das nicht „Bio“- also gut?
!Erneuerbare Energien sind doch notwendig! Richtig. Aber auch bei den Biogasanlagen gibt es Fehlentwicklungen, die man nicht fördern sollte.

Diese Anlagen sind gut, wenn sie mit Gülle und/oder organischen Abfällen „gespeist“ werden, wird aber Mais als Input gewählt, was vorwiegend geschieht, dann ist die Ökobilanz alles andere als gut: Monokultur/Vermaisung, nitratbelastetes Grundwasser, Grünlandumbruch, Rückgang der Artenvielfalt.

In Vrees soll nun eine bestehende Anlage so vergrößert werden, dass die gesamte landwirtschaftliche Nutzfläche des Ortes nicht mal ausreicht für den benötigten Maisanbau und das Ausbringen der Gärreste. Der Samtgemeinderat hat diesem Antrag nach kontroverser Diskussion zugestimmt. Leider - so meinen wir, denn es gab eine „gefühlte“ Mehrheit gegen den weiteren Ausbau.
Von den 31 Ratsmitgliedern haben „nur“ 15 dieser Erweiterung zugestimmt. Das gilt aber als Mehrheit, weil sich 6 Personen der Stimme enthalten haben, was aber im Ergebnis nicht zählt. Einige beklagten ihre eigene Enthaltung, konnten aber wohl dem innerparteilichen Druck nicht widerstehen.

Vrees, das heißt immer noch: 1000 Eichen, Umweltbildungszentrum, Naturschutz/Vreeser Dose. Und in Zukunft „Bioenergiedorf“? Etikettenschwindel nennen wir das!
Vrees, das heißt dann: alles Mais, keine Artenvielfalt, Monokultur, Ammoniakemissionen. Noch ist es Zeit gegenzusteuern, die Planänderung geht erst in die 2. Runde.

 

Alle Richtungen! Alle Richtungen

Schön, dass wir die Umgehungsstraße haben, aber mit der verkehrlichen Umsetzung klappt es noch nicht so richtig.

LKWs fahren noch durchs Dorf, aber auch Autofahrer sind verwirrt. „Alle Richtungen“ heißt das Zauberwort, andere Hinweise fehlen: s. Foto (rechts), Loruper Straße mit Blick auf die Hauptstraße; was soll man machen, wenn man von Lorup kommend nach Lindern will? Erst Richtung Sögel fahren? Das ist nicht verständlich, warum soll ein PKW-Fahrer nicht über die Hauptstraße Richtung Lindern fahren? Es gibt noch weitere Ungereimtheiten, über die man sich wundern muss. Wir sagen:

Die Verkehrskommission (Gemeinde, Polizei, Straßenverkehrsamt) muss nachbessern!


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