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| Keine Bundesstrassenanbindung für den Hümmling |
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Die alte Forderung, den Hümmling besser an das Netz der Bundesfernstrassen anzubinden, wird nun
fallen gelassen: Der Landkreis Emsland verzichtet darauf, eine notwendige Aufstufung von Landstrassen zur
Bundesstrasse voranzutreiben und durchzusetzen.
Für die Sozialdemokraten im Kreistag und Werlter Rat kommt dieser Schritt völlig
überraschend und ist in der Begründung auch nicht nachvollziehbar.
Der Landkreis hält den Plan für 'nicht umsetzbar', aber offensichtlich auch nicht mehr für
notwendig. Aus Kreissicht sind Streckengeschwindigkeiten auf dem Hümmling und
Verbindungsqualitäten 'überdurchschnittlich' und besser als das allgemeine Empfinden der
Hümmlinger darüber.
Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten, das der Landkreis nach Absprache mit den Hümmlinger Kommunen
in Auftrag gegeben hatte. Der Planungsausschuss des Kreistages soll am Dienstag der Verfahrensweise
zustimmen.
'Wieso hat es der Landkreis so eilig sich dieser Sicht des Gutachters anzuschliessen', fragt Heinz
Schwarte, Kreistagsabgeordneter aus Werlte. Dass man auf dem Hümmling auf Grund der fehlenden
Verkehrsdichte schnell fahren könne, habe man schon vorher gewusst.
Niemand ausser Gutachter und Landkreis spreche aber von 'guter Verbindungsqualität'. Noch vor 2
Jahren habe der Landkreis selbst den Hümmling zum weissen Fleck hinsichtlich des
Bundesfernstrassennetzes erklärt.
Und eine leistungsfähige Strassenanbindung sei besonders nach dem Wegzug des Militärs aus
Sögel und Werlte das propagierte Ziel des Landkreises gewesen. Hilfe wurde zugesagt.
Diese Kehrtwende können die Sozialdemokraten nicht nachvollziehen, die Begründung kann nicht
überzeugen, zumal auch im Wirtschaftsentwicklungskonzept für die Gemeinde Werlte, das der
Landkreis mitfinanziert hat, von einer 'unzureichenden Bundesstrassenanbindung' gesprochen wird.
Das Vorhaben des Landkreises, lediglich die Beschilderung zu erneuern und sich um eine verbesserte
Aussendarstellung der Strecke Lastrup - Werlte - Papenburg zu bemühen, kann aus Sicht der SPD nur als
unbefriedigende Scheinlösung betrachtet werden.
25.05.04
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