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| SPD Werlte zu Besuch bei Fa. Deitermann |
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Wer möchte so etwas nicht machen?! Einen 'Betriebsausflug' in eine Korn - Brennerei. Zusammen mit Karin Stief -
Kreihe (MdL Meppen) und Klaus Fleer (MdL Börger) schauten wir hinter die Kulissen.
1850 erstmals in den Urkunden erwähnt, war Fa. Deitermann immer in Familienbesitz, wenn auch unter
verschiedenen Namen, die die angeheirateten Ehemänner mitbrachten.
Betritt man die Brennerei auf dem Hof - einige Werlter kennen sie von den Weinproben - kommt als
Erstes der Gedanke, man steht mitten in einem Industriemuseum. Kessel und Geräte, teilweise Ende des 19.
Jahrhunderts hergestellt, beherrschen den Raum.
Hier ist Handarbeit noch das, was sie ursprünglich war, ohne Computer und Elektronik. Ein Brennmeister betreibt
die Anlage in den Wintermonaten, im Sommer ruht der Betrieb. 300 Hektoliter Weizenbrannt entstehen so jedes Jahr aus
einem speziell gereinigten 'Brenngetreide'.
Wenn ab 2006 das Monopol für die gewerblichen Brennereien entfällt und keine Subventionen mehr gezahlt
werden, stehen die Anlagen still. Denn dann ist es günstiger, den Kornbrannt bei einheimischen
landwirtschaftlichen Brennereien zu beziehen statt ihn selber herzustellen.
Was passiert dann bei Deitermann? Sie bauen den Bereich, der schon seit langem läuft, aus: Die Rohalkohol -
Veredelung. Im Keller stehen die Eichenfässer, in denen der bekannte Roggenkorn reift, ein halbes
Jahr, ein Jahr, mehrere Jahre ... , ein Teil des Korns lagert im Barrique*.
* Barrique: kleine neue Eichenfässer, deren Holz Tannine sowie holzeigene Farb- und Aromastoffe an den
Korn abgibt
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Ist die Reife abgeschlossen, werden die 'Körner' in der hauseigenen Abfüllanlage auf Flaschen gezogen, in
handliche Kästen, die den Bierkisten zum Verwechseln ähneln, gepackt und verkauft.
Neben den 'Hochprozentigen' stellt man bei Deitermann auch Liköre nach hauseigenen Rezepten her. Und jedes
Jahr werden neue Kreationen erdacht und probiert, die 'Tester', so sagte man uns, stellen sich dafür gern
zur Verfügung.
Unser Blick fiel dabei auf diese Flaschen mit Gewürzapfel, eine Mischung, die die
vorweihnachtliche Stimmung unterstützt.
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Nach dem Rundgang durch die Hallen und Gewölbe, in denen so viel Hochprozentiges lagert, dass man sämtliche
Werlter für mindestens ein Jahr lang ins Delirium schicken kann, gab es natürlich eine Probe der
hauseigenen Produkte.
Um die ganze Fülle der Aromen zu geniessen, darf man Korn nicht eiskalt trinken. Der Werlter Roggenkorn soll auf
der Zunge kräftig und im Abgang mild schmecken. Das konnten allerdings nur diejenigen feststellen, die gekostet
haben. Hochprozentiges am frühen Nachmittag ist nicht Jedermanns und Jederfraus Geschmack.
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Vergleicht man die Bilder oben und unten, könnte man denken, die SPD'ler hätten doch etwas mehr
gekostet als 2 Pinchen ... aber der Eindruck täuscht.
Oben war man ganz bei der Sache und hörte Walter Deitermanns Erklärungen zu. Er verriet uns eine Menge
interessanter Details, dafür bedanken wir uns.
Unten sind alle zusammengerückt, damit der Pressevertreter der Emszeitung sein Bild machen konnte. Und warum
lächeln jetzt alle? Naja, wir freuen uns, dass mal wieder ein Artikel über unsere Arbeit erscheint,
selten genug in der regionalen Presse ...
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Und wenn Sie jetzt mal das Sortiment von Walter Deitermann ausprobieren möchten, besuchen Sie das Geschäft
in Werlte, Hauptstr. 76 oder seine
Internetseiten.
23.11.04
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