PRESSEMITTEILUNG
Sehr geehrte Frau Connemann,
leider entsteht in der Öffentlichkeit zunehmend der Eindruck, dass Sie zu dem Thema Kohlekraft im Emsland keine Meinung haben oder Ihre Meinung nicht preisgeben wollen. Wer die Entwicklung rund um das Kohlekraftwerk in Dörpen verfolgt, muss zu Recht besorgt sein.
Der Standort im Emsland ist unter dem Gesichtspunkt der Energieeffizienz nicht zu verantworten, da die Energieverluste zu groß sind und die Energie nicht dezentral erzeugt wird.
Dieses gigantische Kraftwerk belastet die gesamte Region mit Feinstaub und Emissionen. Die Zahl der möglichen Arbeitsplätze ist minimal zur Investitionssumme ist ein Tropfen auf den heißen Stein.
Mit Repowering gibt es eine saubere Möglichkeit noch mehr Energie in der Region zu gewinnen und Arbeitsplätze zu schaffen.
Ich werde mich mit aller Kraft entschlossen gegen den Kraftwerksbau einsetzen, der auch nicht zur Senkung der Energiepreise dient und hoffe, dass auch Sie den Bürgerwillen ernst nehmen. Es darf nicht über die Köpfe der Menschen hinweg entschieden werden.
Deshalb fordere ich Sie öffentlich auf, den Bürgerinnen und Bürgern
eine ehrliche Antwort auf die folgenden Fragen zu geben:
1) Welche Bedeutung hat für Sie die Resolution des Landkreises Leer
gegen den Neubau von Kohlekraftwerken?
2) Sehen Sie einen Unterschied, ob in Emden, Dörpen, Eemshaven oder Wilhelmshaven ein Kohlekraftwerk gebaut wird?
3) Haben die Einwohner Borkums, bzw. des Landkreises Leer einen
höheren Anspruch auf gute Luft als die Bürgerinnen und Bürger des
nördlichen Emslands?
4) Befürworten Sie den Bau von Kohlekraftwerken?
5) Halten Sie es für richtig, dass dem Bürger jegliches Mitspracherecht
verweigert wird?
6) Sind Sie mit dem Verhalten Ihres Parteimitglieds Heinrich Hövelmann
einverstanden? Wie sehen Sie die Rolle der CDU im Emsland?
7) Gib es einen direkten Zusammenhang zwischen der Verhinderungspolitik des Landkreises Emsland, in Sachen Repowering, und dem Kohlekraftwerk Dörpen?

Foto: SPD-Bundestagskandidat Keno Borde |