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| SPD Werlte zu Besuch bei der EZG in Lorup |
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Mit den SPD - Landtagsabgeordneten Karin Stief - Kreihe und Klaus Fleer informierten sich die Mitglieder
des Ortsvereins vor Ort über die aktuelle Lage und die Aussichten für die Zukunft.
Nach einer Begehung der Viehhalle, die nur noch dienstags zur Anlieferung der Jungbullen genutzt wird,
skizzierte der Vorstandsvorsitzende Achim Schmitz die Geschichte der EZG.
Gegründet in 1999, entstand die Erzeugergemeinschaft für Qualitätsvieh Hümmling e.G.
aus dem Zusammenschluss der EZG Hümmling e.G. Sögel und der REV Lorup e.G.. Inzwischen haben
sich 412 landwirtschaftliche Betriebe der Genossenschaft angeschlossen, Tendenz steigend.
Laut Bericht des Geschäftsführers Bernd Terhalle liegen die Aufgaben bei der Tiervermarktung
und dem Transport, der mit eigenem Fuhrpark (8 LKWs, 5 Anhänger) durchgeführt wird. 18 Vollzeit-,
6 Teilzeitkräfte, eine Auszubildende und 2 Aushilfen arbeiten vor Ort.
Der Umschlag an Tieren, von denen ca. 50 % als Schlachtschweine enden, stieg seit 2001 kontinuierlich
um 10 % pro Jahr, während die Umsätze im gleichen Zeitraum lediglich um ca. 3 % anzogen.
Eine starke Konkurrenz aus den Niederlanden und Dänemark, in beiden Ländern werden grosse
Überschüsse bei der Schweinemast erzielt, drückt die Preise der heimischen Produzenten.
Trotzalledem hält man in der EZG an dem Konzept - regional produzieren - regional vermarkten - fest.
Fünf regionale Schlachthöfe sind die Abnehmer des Mastviehs. Ausnahmen gibt es beim Ankauf
des Jungviehs, weil die Landwirte teils das Zuchtrisiko scheuen, teils keine entsprechenden Rinderarten zur
Jungbullenmast halten.
In der Gesprächsrunde wies die EZG auf konkrete Probleme, die die Arbeit vor Ort erschweren, hin. Dies
sind zum Beispiel die Beiträge für die Tierseuchenkasse und die Entsorgung der
Schlachtabfälle, die Meldekosten bei der Rinderdatenbank in Verden und die QS - Kosten, in summa ca.
25.000 Euro pro Jahr.
Den Landwirten setzen zur Zeit besonders die Unsicherheiten bei den neuzuregelnden EU - Prämien
für die Bullenmast zu, denn noch steht nicht fest, auf welcher Basis diese in 2005 errechnet werden.
Als Reaktion darauf gibt es eine starke Zurückhaltung beim Einkauf des Jungviehs.
Auch die Hochwasserschutzpläne beunruhigen diejenigen, die Flächen entlang der Ems
bewirtschaften, jedoch sieht man hier die Möglichkeit, eine tragfähige Lösung für alle
Betroffenen zu finden, wenn die Details ausgehandelt werden. Man geht davon aus, dass den unterschiedlichen
geographischen Bedingungen an Elbe und Ems Rechnung getragen wird.
Karin Stief - Kreihe und Klaus Fleer versicherten, im Dialog mit der EZG Unklarheiten, die sich auf die
Arbeit im Landtag beziehen, zu beseitigen und weiter die regionalen Interessen der emsländischen
Landwirte und Vermarkter in Hannover zu vertreten.
11.03.04
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