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| Ausschusssitzungen in Werlte am 09.09.04 |
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Die Mitglieder der Ausschüsse für Bau sowie Verkehr und Touristik kamen im Werlter Rathaus zusammen, um
über ein grosses Thema 'Die Ortskern - Entlastungsstrasse für Werlte' und mehrere kleine zu sprechen und
zu entscheiden.
28 Zuschauer waren in den Ratssaal gekommen, mehr als Stühle bereit standen. Zusätzlich nahmen Ratsmitglieder,
die nicht diesen Ausschüssen angehören sowie der Bürgermeister teil, ein Zeichen dafür , wie wichtig
die anstehenden Themen für Werlte sind.
Als Erstes wurden sieben Varianten der Umgehungsstrasse, die den Ortskern, konkret die Hauptstrasse, auf dem Weg von
Lindern nach Sögel südlich entlastet, erläutert.
Untersuchungen hatten ermittelt, dass die Hauptstrasse überlastet ist. In einer Umweltverträglichkeitsstudie
wurden die Varianten anhand verschiedener Kriterien wie z.B. Beeinträchtigung der Natur, Lärmbelastung der
Wohnbebauung und Versiegelung bewertet.
Dabei schnitt die Variante 2 c, die nachträglich entwickelt wurde, um negative Aspekte anderer
Streckenführungen zu vermeiden, als Beste ab. Da viele der Besucher wegen der Umgehungsstrasse teilnahmen, wurde
gleich eine Bürgerfragestunde zugelassen.
Viele Details, die wegen der noch nicht ausgearbeiteten Planung offen waren, konnten ad hoc nicht beantwortet werden.
Und einer der Zuschauer musste seinen Unmut über alle vorgestellten Varianten äussern - warum auch immer...
Klarheit gab es bei den zeitlichen Vorstellungen. Im Herbst 2005 will man den Planfeststellungsbeschluss erreicht haben.
Vorher wird eine Flurbereinigung mit dem Amt für Agrarstruktur durchgeführt. Und wenn die Finanzierung steht
(die Landesregierung gibt keine Gelder dazu),
besteht die Möglichkeit, die Umgehung auch in Teilabschnitten zu bauen.
Die Variante 2 c wurde einstimmig als Grundlage für weitergehende Planungen festgelegt.
Nach der Abstimmung verliessen 25 Zuschauer den Raum, offensichtlich war das Interesse für die 'kleineren'
Tagesordnungspunkte nicht vorhanden.
So wurde einstimmig beschlossen, dass die Molkereistrasse nicht für eine Übergangszeit als Ortsumgehung
ausgeschildert wird, weil diese Lösung von zu wenig Autofahrern angenommen wird.
Die Diskussion über die Strassenbäume an der Lindenstrasse, deren Wurzeln die Pflasterung der
Bürgersteige aufreissen und an mehreren Stellen Stolperfallen geschaffen haben, zeigte die konträre Haltung
der Parteien.
Während ein CDU - Vertreter zu Beginn gleich die komplette Abholzung der Linden forderte, versuchte die SPD,
andere Lösungen wie z.B. die Einrichtung einer verkehrsberuhigten Spielstrasse vorzustellen, was aber auf taube
Ohren stiess.
Immerhin wurde beschlossen, die ansässigen Bürger zu fragen, was sie, die konkret betroffen sind, davon
halten. Und eine Neuanpflanzung geeigneter Strassenbäume, deren Wurzeln nicht das Pflaster schädigen,
ging im allgemeinen Gelächter unter, weil an einer Lindenstrasse anscheinend nur Linden stehen dürfen,
andernfalls müsse man die Strasse wohl umbenennen ...
Da fragt man sich doch, ob im Narzissen-, Tulpen-, Rosen- oder Veilchenweg die entsprechenden Blumen stehen oder man
hier mal regulierend einschreiten muss, damit Strassenname und -bild übereinstimmen.
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