|
|
 |
 |
| Nichts dazugelernt? |
 |
Betrifft: Einrichtung eines Gymnasialzweiges in Werlte
Nach meinen 20 Jahren als amerikanischer Lehrer am Gymnasium Sögel kann ich meiner Kollegin
Elke Bogena zu ihrem Leserbrief vom 26. Februar nur beipflichten. Den von ihr genannten Fragen
habe ich nur eine hinzuzufügen: Wieso können Werlter Schüler die lächerlichen
12 Kilometer nach Sögel nicht zurücklegen?
Unser Gymnasium ist als Regionale Höhere Schule für die ländliche Bevölkerung
konzipiert und ausgebaut worden und alle finanziellen Mittel sollten ihm zugute kommen, anstatt an
'Aussenstellen' verplempert zu werden.
Welch Unsinn schon der Gedanke an Dienstreisekosten für Lehrer - und das aus einer Ecke, die sich
verantwortlichem Umgang mit Finanzen verschrieben haben will. Meine Kollegen sollen eben nicht hin
und her reisen müssen!
Überhaupt ist es für mich immer schwer zu verstehen gewesen, dass politische, um nicht zu
sagen idiologische Absolutheitsansprüche im deutschen Bildungswesen allen am Primär- und
Sekundärschulwesen Beteiligten so oft bei Landtagswahlen die Ruhe kosten, meist bei Verwendung
propagandistisch aufbereiteter Parolen.
Hat man denn hier im Lande gar nichts gelernt aus der PISA - Studie? Nach 1945 wurde zwar
Dezentralisation vorgenommen, nur am guten alten Vorkriegs - Bildungssystem kaum gerüttelt.
Fritz G. Renken - Sögel
06.03.04 - Emszeitung, Leserbrief
|
|
 |
| |
|
|
|
|