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| Papier weist Weg zur KZ - Gedenkstätte |
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Mit der Vorlage eines ersten konzeptionellen Eckpunkte - Papiers hat der Landkreis Emsland die Planungen
für eine Gedenkstätte in Esterwegen konkretisiert. Daraus geht hervor, dass
weitere archäologische Untersuchungen auf dem ehemaligen Lagergelände vorgesehen sind.
In Zusammenarbeit mit dem Bistum Osnabrück plant die Kreisbehörde im Sommer vier Workcamps.
Dabei soll nach einem Arrestbunker und einem Gedenkstein geforscht werden. Auch die Spuren der
Aussenbegrenzung und der Wachtürme will man freilegen.
Zur Aufarbeitung der Geschichte der 15 Emslandlager ist der Bau eines Besucherzentrums geplant. Neben
einem Ausstellungsraum soll darin ein 'Raum der Stille und Besinnung' entstehen.
Ein Vortragsraum für 45 Personen, ein gastronomisches Grundangebot sowie Verwaltungs- und Funktionsräume
komplettieren das Gebäude.
Wesentliches Gestaltungskriterium der KZ - Gedenkstätte ist den Angaben zufolge die Unterscheidung von
Häftlings- und Wachmannschaftsbereich des ehemaligen Lagers. Allerdings fehlt jeweils die original
oberirdische Bausubstanz. Eine Rekonstruktion der ehemaligen Einrichtungen wird abgelehnt.
Statt dessen sollen nach dem Vorbild anderer gedenkstätten die Standorte der Häftlingsbaracken
durch eine entsprechende Flächengestaltung kenntlich gemacht werden. Zu diesem Zweck soll ein
Künstlerwettbewerb stattfinden.
Fraglich ist noch, ob das Dokumentations- und Informationszentrum Emslandlager (DIZ) von Papenburg nach
Esterwegen umzieht. Dazu sollen ergebnisoffene Verhandlungen mit dem DIZ aufgenommen werden, heisst es im
Eckpunkte - Papier.
17.03.04 - Quelle: Sonntagsreport (hsz)
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