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| Zum Gedenken an Julius Leber |
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Stationen seines Lebens
1891 Geburt in Biesheim
1908 Ausbildung zum Kaufmann
1913 Abitur in Strassburg Eintritt in die SPD
1914 freiwilliger Kriegsdienst
1919 Wechsel zur Reichswehr
1920 Austritt aus Reichswehr Abschluss des Studiums
1921 Lübecker Bürgerschaft
1924 Reichtagsabgeordneter
1927 Heirat
1933 Mordanschlag auf Leber Erste Verhaftung 20 Monate Gefängnis dann KZ Sachsenhausen
1937 Aktiver Widerstand gegen den Nationalsozialismus
1944 Zweite Verhaftung Verurteilung zum Tod
1945 Hinrichtung in Plötzensee
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Die SPD gedenkt heute eines Mannes, der in der Geschichte des deutschen Widerstands gegen Hitler einen
unverwechselbaren Platz einnimmt und zu den herausragenden SPD - Politikern in der Weimarer Republik gehört.
Am 5. Januar 1945 wurde Dr. Julius Leber wegen seiner Teilnahme an den Vorbereitungen des missglückten
Attentates auf Hitler in Berlin - Plötzensee ermordet.
Julius Leber, 1891 als Sohn eines Maurers im Elsass geboren, kämpfte konsequent für die Weimarer Republik
und stemmte sich mit grosser Entschiedenheit gegen den Aufstieg des Nationalsozialismus.
Nach Hitlers Machtübernahme wurde er eines der ersten Opfer der nationalsozialistischen Willkürherrschaft.
Trotz viereinhalbjähriger KZ - Haft mit ihren Leiden setzte er nach seiner Freilassung ungebrochen den
Widerstand gegen das Unrechtsregime zusammen mit seinen sozialdemokratischen Freunden fort.
Während des Krieges trat er in enge Beziehung zum Kreisauer und zum Goerdeler Kreis der
Widerstandsbewegung. Im Falle eines gelungenen Attentats auf Hitler wäre er Innenminister geworden, Graf
Stauffenberg hätte ihn gerne als Reichskanzler gesehen.
In der Widerstandsbewegung des 20. Juli war er der prominenteste Sozialdemokrat, zu der mit Wilhelm Leuschner, Carlo
Mierendorff, Theodor Haubach und Adolf Reichwein weitere bedeutende Sozialdemokraten gehörten, die alle auch von
den Nazis verfolgt und von denen einige auch in Plötzensee umgebracht wurden.
Widerstand gegen den Nationalsozialismus war während des Dritten Reiches die Ausnahme, Passivität und
Anpassung die Regel. Willy Brandt, der von seinem Exil in Stockholm aus die Verbindung zu Leber hielt, beschrieb
Leber als eine lebensbejahende, ausserordentlich begabte und kraftvolle Persönlichkeit.
'Wenn ich gefragt werde, was der durch Julius Leber verkörperte Widerstand den Heutigen zu sagen habe, so ist
meine erste Antwort: Zur Verteidigung des demokratischen Rechtsstaates entschlossen sein, bevor es zu spät ist.'
05.01.05 - Quelle: SPD Presseservice, Foto: DHM
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