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| Matthias Platzeck: Auch eine Kanzlerin muss sich melden |
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Der SPD - Vorsitzende Matthias Platzeck hat Bundeskanzlerin Merkel aufgefordert, sich der drängenden Themen in
Deutschland anzunehmen.
Die Antworten auf innenpolitische Zukunftsfragen seien wichtiger als Jürgen Klinsmann 'bei der
Mannschaftsaufstellung zu beraten'.
Deutschland vertrage keinen Stillstand, unterstrich Platzeck im Interview mit der 'Rhein - Neckar - Zeitung'
(Freitagsausgabe). Es müsse mit aller Macht erneuert werden.
Nach einem relativ ruhigen Start, den die Bundeskanzlerin durch Antrittsbesuche in der Aussenpolitik organisiert habe,
sei es jetzt für Merkel an der Zeit, sich mit Fragen der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik oder des Atomausstiegs
zu befassen, forderte der SPD - Vorsitzende.
Platzeck sagte zur gegenwärtigen Debatte um die Verlängerung der regulären Lebensarbeitszeit bis 67
Jahre, dass niemand zum Zuschauen gewählt worden sei, sondern zum Zupacken.
'Was ich mir wünschen würde ist, dass die Koalition aus zwei Partnern besteht. Und dass nicht der eine
Partner immer hinter den Baum geht, wenn's eng wird.'
Gleichzeitig warnte er die Union davor, weiter die Koalitionsvereinbarung zum Kündigungsschutz in Frage zu
stellen. 'Ich bin es leid, dass jetzt schon wieder gerufen wird, man könne sich Erweiterungen beim
Kündigungsschutz vorstellen', mahnte der SPD - Vorsitzende.
Er erinnerte daran, dass es die Union gewesen sei, die den Kündigungsschutz habe lockern wollen. Im Zuge der
Koalitionsverhandlungen sei ihr darin die SPD nur widerwillig gefolgt.
Weiter dürfe man aber nicht gehen: 'Bei Arbeitnehmerrechten sagen wir Sozialdemokraten ganz klar: Mit uns gibt
es keine weiteren Einschränkungen', unterstrich der SPD - Vorsitzende.
29.03.06 - Quelle: SPD @rtikeldienst
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