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| Höhere Energie- und Rohstoffeffizienz ist das Gebot der Stunde |
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von Michael Müller, stellvertretender Vorsitzender der SPD - Bundestagsfraktion
Die Entwicklung der Rohstoffpreise gibt Anlass zur Sorge. Die Ursachen der Preisexplosion und
Instabilität sind zahlreich. Sie reichen von der Überhitzung der asiatischen Märkte und
der Verschwendung in einigen Industriestaaten über die Abhängigkeit von Krisenregionen
wie bei Öl vom Golf bis zum hohen Euro - Kurs.
Tatsächlich bestätigt diese Entwicklung, wie richtig der Kurs von Rot - Grün in Richtung auf
höhere Energieeffizienz und Einsparen ist.
Die Instabilität auf den Rohstoffmärkten ist höchst gefährlich, weil sie dramatische
Folgen für die Materialkosten und damit für Wachstum und Beschäftigung haben kann.
Dies ist eine der grossen Gefahren für die Destabilisierung der Weltwirtschaft, aber auch für
das friedliche Zusammenleben der Menschen, weil immer deutlicher massive Konflikte um die knapper werdenden
Rohstoffe drohen.
D hat auf dem Weg der höheren Rohstoff- und Energieeffizienz seit 1998 bereits deutliche
Erfolge erzielt: Die Energieproduktivität, also die effiziente Nutzung und Wandlung von Energie,
konnte erheblich gesteigert werden, die Nachfrage nach effizienteren und solaren Technologien nimmt zu,
der Kraftstoffverbrauch sinkt.
Dies ist nicht zuletzt eine positive Wirkung der ökologischen Finanzreform, die gegen den Widerstand
von Wirtschaft und Opposition durchgesetzt werden musste. Die Oppositionsparteien geben auf diese
Herausforderungen keine Antworten. Sie kennen nur Kurzsichtigkeit und Kurzfristigkeit.
Dabei kann nur ein Kurs des sparsamen Umgangs mit Energie und Ressourcen richtig sein und die Konflikte
entschärfen. Dies ist ökonomisch und ökologisch sinnvoll. Alles andere holt uns schnell
wieder ein und kommt allen in der Zukunft noch teurer.
In dieser Debatte zeigt sich erneut der grundsätzliche Unterschied in der Politik zwischen Regierung
und Opposition. Während Union und FDP nur die Anpassung an die Dumpingspirale kurzfristiger
ökonomischer Zwänge kennen, will die SPD die ökologische Modernisierung, weil nur so
drohende Krisen, Unsicherheiten und gewaltige Zukunftshypotheken vermieden werden können.
Die Alternativen sind klar: Entweder der 'harte Pfad' des 'Ressourcenimperialismus' zu Lasten von Natur,
Zukunft, Frieden und Dritter Welt. Oder eine ökologisch ausgerichtete Welt,
die den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und eine gerechte Verteilung der Ressourcen einbezieht.
12.05.04 - Quelle: SPD @rtikeldienst
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