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Medienpluralismus im Strassburger Plenum
Die Verabschiedung eines Eigeninitiativ - Berichts über den Pluralismus in den Medien im Strassburger Plenum ist nach Ansicht des SPE - Fraktionsvorsitzenden Enrique Baron 'ein klarer Hinweis auf die Gefahren, die in gewissen Mitgliedstaaten derzeit in Sachen Medienkonzentration bestehen.'

Der entsprechende Bericht (Boogerd - Quaak / ELDR) hatte zuvor im Mittelpunkt eines erbitterten politischen Streits zwischen den einzelnen Fraktionen gestanden.

Enrique Baron dazu: 'Von Beginn an haben sich meine Fraktion und ich selbst energisch für diesen Bericht eingesetzt, um auf die Gefahren aufmerksam zu machen, die gegenwärtig in der EU, vor allem in Italien, für Meinungs- und Informationsfreiheit bestehen.

Der Text des Berichts ist eindeutig, insbesondere hinsichtlich der Medienkonzentration in den Händen des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, der drei Privatsender besitzt und ausserdem die öffentlichen Rundfunkanstalten seines Landes kontrolliert.'

Der SPE - Vorsitzende weiter: 'Vor allem die offensichtliche Verschleppungstaktik der Abgeordneten von Forza Italia und Alleanza Nazeonale, die sich hinter dem politischen Mäntelchen der EVP - Fraktion versteckt haben, ist völlig inakzeptabel.

Hunderte von Änderungsanträgen haben sie in buchstäblich letzter Minute eingebracht, und das nur mit der Intention, jegliche Debatte und Abstimmung im Plenum zu verhindern. Die entschiedene Reaktion der SPE - Fraktion, unterstützt von Liberalen, Grünen und GUE hat diesen allzu durchsichtigen Versuch zur Verschleierung eines Interessenkonflikts verhindert.'

'Die Entscheidung der EVP - Fraktion, sich nicht an der Abstimmung zu beteiligen, zeigt, dass die Forza Italia völlig isoliert ist', schloss Enrique Baron.

Die für Grundfreiheiten zuständige SPE - Fraktionssprecherin Anna Terron I Cusi fügte hinzu: 'Die Zusammenarbeit mit der Berichterstatterin Johanna Boogerd - Quaak war eine Freude. Ihr Bericht ist eine ausgewogene Studie, die unzweideutige Fakten enthält.

Sie hat die entsprechenden Schlussfolgerungen hinsichtlich der Gefahren für Medienpluralismus und Meinungsfreiheit in Italien sowie anderen EU - Staaten gezogen. Ich kann nur hoffen, dass ihre Empfehlungen nun als Grundlage für eine diesbezügliche EU - Gesetzgebung dienen werden.'

03.05.04 - Quelle: SPD @rtikeldienst
 
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