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| Zum Tag des Buches |
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Anlässlich des 71. Jahrestages der Bücherverbrennung mahnt der Börsenverein des Deutschen
Buchhandels den unermüdlichen Einsatz für das Grundrecht auf freie Meinungsäusserung an.
Dieter Schormann, Vorsteher des Börsenvereins, betonte, Geist und Kultur bildeten die eigentliche
Klammer für ein menschenwürdiges Zusammenleben.
Dazu gehöre die Freiheit, Meinungen zu äussern und zu verbreiten. Für sie müsse weltweit
gekämpft werden. In vielen Teilen der Welt würden Autoren, Übersetzer, Verleger und
Buchhändler noch immer an der Ausübung ihrer Berufe gehindert.
Am 10. Mai wird in Deutschland seit 1947 jährlich der 'Tag des Buches' begangen. Er ist dem mahnenden
Gedenken an die Bücherverbrennungen der Nationalsozialisten gewidmet. Sie nahmen am 10. Mai 1933 auf
dem damaligen Opernplatz in Berlin, dem heutigen Bebelplatz, ihren Anfang.
Rund 20.000 Werke wurden damals von Anhängern der 'Deutschen Studentenschaft' und SA - Männern
auf den Scheiterhaufen geworfen und vernichtet.
Etwa 12.400 Titel galten als geächtet und durften nicht mehr vertrieben werden. Darunter waren Werke
jüdischer Autoren ebenso wie Literatur, die als marxistisch oder pazifistisch galt.
Zu den 149 Schriftstellern, deren Werke als 'undeutsches Gedankengut' verunglimpft wurden, zählten
Albert Einstein, Ricarda Huch, Thomas und Heinrich Mann, Anna Seghers, Stefan Zweig, Karl Marx, Erich
Kästner, Erich Maria Remarque, Kurt Tucholsky, Carl von Ossietzky, Egon Kisch, Lion Feuchtwanger
und Sigmund Freud.
Auch in anderen Universitätsstädten, darunter Bonn, Breslau, Frankfurt am Main und München,
wurden Bücher ein Opfer der Flammen. Die Bücherverbrennungen waren auch der Auftakt für die
Vertreibung vieler vom Regime verfemter Autoren.
10.05.04 - Quelle: SPD @rtikeldienst
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