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Niedersachsen: Hochschulen verlieren an Attraktivität
Seit 2003 ist die Zahl der Studienanfänger an den Hochschulen in Niedersachsen um 18,2 Prozent gesunken. Das Bundesland belegt damit den vorletzten Platz vor Sachsen - Anhalt.

Das zweitschlechteste westdeutsche Bundesland Baden - Württemberg hat 'nur' 7,5 Prozent der Studienanfänger verloren, im Bundesdurchschnitt sank die Zahl der Studienanfänger lediglich um 5,9 Prozent. Das geht aus aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes hervor.

'Der massive Rückgang der Studienanfänger ist ein Alarmsignal. Er zeigt, dass unsere Hochschulen im Bundesvergleich dramatisch an Attraktivität verlieren', sagte dazu die hochschulpolitische Sprecherin der SPD - Fraktion Dr. Gabriele Andretta.

Der Rückgang sei auch auf den 'massiven Abbau von Studienplätzen' durch Wissenschaftsminister Stratmann zurückzuführen.

'Wenn Herr Stratmann nicht schleunigst gegensteuert, fällt Niedersachsen weiter zurück - mit absehbaren Folgen für die Wirtschafts- und Innovationskraft unseres Landes.'

Nach Angaben des Wissenschaftsministeriums hat das Land durch das 'Hochschuloptimierungskonzept' genannte Kürzungsprogramm seit 2003 4.200 Studienplätze verloren.

Parallel dazu ist der Anteil der zulassungsbeschränkten Studiengänge in Niedersachsen seit dem Regierungswechsel 2003 massiv gestiegen. Gegenwärtig sind 65,6 % aller Studienplätze zulassungsbeschränkt, weil es mehr Bewerber als Plätze gibt.

Vor drei Jahren waren es 'nur' 57,0 Prozent. Besonders dramatisch stellt sich die Lage an den Fachhochschulen dar: Dort sind 88,8 Prozent der Studienplätze zulassungsbeschränkt.

04.04.06 - Quelle: SPD Fraktion im Niedersächsischen Landtag
 
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