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| Niedersachsen: Immer mehr Arme im 'Wohlfühlland' |
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'Jetzt ist es amtlich: Die schwarz - gelbe Landesregierung treibt die soziale Spaltung Niedersachsens voran', sagte
Wolfgang Jüttner, Vorsitzender der SPD - Landtagsfraktion. Jüttner bezieht sich auf den offiziellen 'Armuts-
und Reichtumsbericht', den das Statistische Landesamt veröffentlicht hat.
Demnach ist die Zahl der armen Menschen in Niedersachsen im Jahr 2005 gegenüber dem Vorjahr deutlich stärker
gestiegen als im Bundesdurchschnitt.
'Heute leben 1,1 Millionen Menschen unterhalb der Armutsgrenze - jeder siebte Niedersachse. Besonders kinderreiche
Familien sind betroffen.
Die harten statistischen Fakten zeigen: Das von Ministerpräsident Wulff ausgerufene 'Wohlfühlland
Niedersachsen' hat mit der Realität nichts zu tun. Die Menschen spüren die sozialen Härten der
Landesregierung am eigenen Geldbeutel.'
Jüttner verwies darauf, dass die Landesregierung in den vergangenen zweieinhalb Jahren eine ganze Reihe von
Kürzungen durchgeführt habe, die das Armutsrisiko für viele Menschen erhöhten.
'Die Abschaffung der Lernmittelfreiheit, die Kürzungen bei Behinderten und Pflegebedürftigen und die harten
Einschnitte bei der sozialen Infrastruktur konnten nicht ohne Folgen bleiben.'
Die soziale Lage habe sich in Niedersachsen deutlich stärker verschärft als im Bundesdurchschnitt, so
Jüttner.
Das Fazit der amtlichen Statistiker lautet denn auch: 'Der frühere Befund, dass Niedersachsen sozial
ausgeglichener ist als das übrige Bundesgebiet, stimmt nicht mehr.'
23.08.05 - Quelle: SPD Fraktion im Niedersächsischen Landtag
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