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Stolpe: Mautgebühren nun für jeden nachvollziehbar
'Mit der Mauttabelle wird die Strassenbenutzungsgebühr für die Unternehmen kalkulierbar und nachvollziehbar', teilte Bundesminister Dr. Manfred Stolpe in Berlin mit.

Um den Transportverbänden und -unternehmen bei den anstehenden Preisverhandlungen mit der verladenden Wirtschaft eine zugesagte Hilfestellung zu gewähren, habe die Bundesanstalt für Strassenwesen die Mauttabelle veröffentlicht.

Die Mauttabelle enthält die Längen und Knotenpunktnamen aller mautpflichtigen Abschnitte und ist damit die Grundlage der Mautgebührenberechnung von Toll Collect.

Um dem mautpflichtigen Nutzer die Möglichkeit zu eröffnen, die ihm von Toll Collect in Rechnung gestellte Gebühren nachzuvollziehen, wurde in dieser Woche die Mauttabelle im Internet allen Nutzern zur Verfügung gestellt (www.mauttabelle.de).

Die Höhe der zu zahlenden Maut richtet sich nach den in der Mauthöheverordnung festgelegten Mautsätzen.

Darüber informierte das Bundesministerium den Deutschen Speditions- und Logistikverband (DSLV), den Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL), den Bundesverband Möbelspedition (AMÖ) sowie den Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK).

In den gleich lautenden Schreiben wies das Ministerium ausserdem darauf hin, dass der Deutsche Bundestag am 1. Oktober 2004 beschlossen habe, die zunächst vorgesehene flexible Lösung zur Festsetzung des Starttermins der Mauterhebung durch die Nennung des konkreten Starttermins 1. Januar 2005 zu ersetzen.

Daraus ergibt sich: 'Die Mauterhebung beginnt am 1. Januar 2005.'

Ab 1. Januar 2005 wird für Lkw ab zwölf Tonnen auf deutschen Autobahnen eine durchschnittliche Strassenbenutzungsgebühr von 12,4 Cent pro Kilometer fällig. Diese differenziert sich in zwei Achs- und drei Schadstoffklassen und liegt bei mindestens neun und höchstens 14 Cent pro Kilometer.

DSLV, BGL, AMÖ und DIHK wurden weiter darüber unterrichtet, dass mit dem erreichten Projektstand die Voraussetzungen für Preisverhandlungen der Mitgliedsunternehmen gegeben seien und eine entsprechende Empfehlung an die Mitgliedsunternehmen sinnvoll erscheine.

Toll Collect habe bereits am 20. September 2004 mit der Generalprobe beginnen können, nachdem gegenüber dem Bund erklärt worden war, dass die erforderlichen Tests mit positivem Ergebnis durchgeführt und deshalb früher als geplant die Voraussetzungen für den Start der Generalprobe erfüllt seien.

'Dieses wurde vom unabhängigen Gutachter und vom Bundesamt für Güterverkehr, die die von Toll Collect durchgeführten Tests des Gesamtsystems intensiv begleitet haben, bestätigt.'

Den Hinweis auf die Mauttabelle verband der Minister mit dem erneuten Appell an die Transportunternehmen, sich jetzt um den Einbau der Mauterfassungsgeräte (On Board Unit) zu kümmern.

'Nur mit der OBU kommt man in den Komfort der vollautomatischen Mauterhebung. Wer nicht einbaut muss buchen', sagte Stolpe mit Blick auf die manuellen Mautbuchungsmöglichkeiten an Terminals und im Internet.

15.10.04 - Quelle: BMVBW
 
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